Laut einer repräsentativen Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) kennen 94 % der gesetzlich Versicherten die elektronische Patientenakte (ePA). Dennoch verwalten 71 % der Befragten ihre ePA nicht aktiv, 9 % haben sogar Widerspruch eingelegt oder die Akte löschen lassen. Die Gründe für die zögerliche Nutzung sind vielfältig: Drei Viertel der Versicherten geben an, sich noch nicht mit der ePA befasst zu haben. Ein Drittel sieht keinen persönlichen Nutzen in der Akte, während jeweils 13 % wegen Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken auf eine aktive Nutzung verzichten.
Neben technischen Hürden kritisieren Verbraucher unklare Informationen der Krankenkassen und fehlende Möglichkeiten, den Zugriff auf die eigenen Daten gezielt zu steuern. 68 % der Befragten wünschen sich ein präzises Berechtigungsmanagement. Weitere gewünschte Funktionen sind digitale Untersuchungshefte (66 %) sowie Hinweise auf Medikamentenwechselwirkungen und fehlende Impfungen (je 64 %).